editiones acediae
  In condita est 2015




Exkurs: Einbildungskraft

Quelle:  Dietmar Kamper, Die Geschoßbahn der Frage: Was ist der Mensch?, Paragrana 11/2001

Die Einbildungskraft, in den Kritiken Kants eher stiefmütterlich behandelt, ist nämlich anthropologisch unerläßlich und gefährlich zugleich. Die Einbildungskraft, von der man auf direktem Wege nichts wissen kann, wird an ihren Früchten erkannt und in ein produktives und ein reproduktives Vermögen unterschieden. Sie ist eine Mischung aus Spontaneität und Kunst, d.h. ein Ausdruck sowohl der originären Passivität des Menschen als auch der Negation dieser Passivität. Sie ist Bruchstelle und versuchter Brückenschlag zwischen Können und Sollen, zwischen dem sinnlichen Stoff der Mannigfaltigkeit der Welt und dem formvollendeten menschlichen Universum. Sie ist das Ende des Schlafs, der Dämmerung, des inneren Schmerzes und der Anfang der großen genuin menschlichen Aktivität des Denkens und Handelns, noch träumend, aber entschieden, bis zum Äußersten des Menschenmöglichen zu gehen. (...) So wie der Verstand das Vermögen der Begriffe ist und die Vernunft das Vermögen der Regeln, wie diese Begriffe zum allgemeinen Nutzen zu gebrauchen sind, so ist die Einbildungskraft das Vermögen der Erfindung von Regeln und Regulativen, für die es keine Regeln gibt. Diese offene Stelle, daß das Spiel der Phantasie zum Fortschritt der Gattung unerläßlich und zugleich gefährlich, das heißt: nicht vollends regulierbar ist, führt schon bei Kant zu einem epistemologischen Bruch, der die Anthropologie ins Offene stellt und für alle schlüssigen Theorien unerreichbar macht.

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Zur Erosion der Aneignungsgesellschaft

Quelle:  Arno Bammé, Homo occidentalis, Weilerswirst: Velbrück Wissenschaft 2011

Der traditionelle Begriff der Gesellschaft sei durch den des Kollektivs zu ersetzen und um die nichtmenschlichen Wesen, um die technischen Artefakte zu erweitern, weil auch sie inzwischen zu Akteuren der Gesellschaft geworden sind. Ohne die Partizipation von Non-Humans, insbesondere von technischen Artefakten, sei kein soziales Leben mehr denkbar […] Das „technische Kollektiv“ ist der Tendenz nach planetarisch und totalitär. Es entfaltet sich zunächst in Sonderkollektiven mit Spezialarbeitsplänen, drängt aber mit unwiderstehlicher Gewalt zu einer Universalmaschinerie mit einem Universalarbeitsplan: Weltgesellschaft. Es zerstört die alten gewachsenen Sozialordnungen, die Imperien und die kultischen Mächte. Es führt zu einer Uniformierung und Nivellierung der Individualität, zu Raubbau und Verschwendung. Nichts bleibt unangetastet, kein Zustand gilt als bewahrenswert. Alles Stabile wird dynamisiert, alles Immobile mobilisiert. Auch die rechtlichen und staatlichen Ordnungen, die über allen geschichtlichen Wandel hinweg eine gewisse Kontinuität verbürgten, werden davon erfasst. Die Normen, die in der vortechnischen Welt Dauerhaftigkeit besaßen, werden zu vorläufigen Regulativen, die jederzeit durch andere ersetzt werden können. Das Recht selbst wird zur Betriebsordnung. Insbesondere sein Hauptinstitut, das Eigentum, verliert an strukturierender Kraft, und zwar in dem gleichen Maße, wie das immobile Eigentum par excellence, das Grundeigentum, seinen sozialen und ökonomischen Vorrang einbüßt. Das Eigentum gerät in die Abhängigkeit einer sich ausweitenden Zirkulation. Es wird durch zahlreiche Vorbehaltsrechte und Eingriffsklauseln, bis hin zur Enteignung, dem „technischen Kollektiv“ adaptiert.

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Das Karussell erwartet euch

von Wilfried Weissmüller, 2020
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Die im Jahr 2020 mithilfe einer PCR-Test-Pandemie mondial angestrengte Popularisierung eines Betacoronavirus wird ungeachtet aller phantastischen Zweckhaftigkeit die infantileren und für die Heimsuchung empfänglichen Seelen eine sehr lange Zeit konsternieren. Demgegenüber surfen Lebens- und Überlebenskünstler zwar ruhiger auf den Wellen nationaler Containment-Politiken, wenngleich doch deren Urvertrauen mit den platzgreifenden sanitären Repressionen nachhaltig zerstört sein dürfte.
    Die Langlebigkeit der Senioren verliert sich zwar auch im Zuge vorgezeichneter Krisen und eine grenzüberschreitende Verjüngungssequenz scheint induziert, tatsächlich jedoch wird an dem neu eingetragenen Virus ohne Vorerkrankung nur derjenige sterben, dessen Willen zum Tode bereits abschließend aufgebracht war. Die nach Wuhan und Bergamo fertig und transnational anwendbaren Allgemeinverfügungen, welche zeitlich unlimitiert und ohne Rückgriff auf ein offenkundiges Wahrscheinlichkeitsbild nach und nach aufgelegt werden, bekunden die Anwesenheit ziemlich abwegiger Wirklichkeitsauffassungen. Zu deren Ausbringung lassen die zuständigen Dienststellen allseits propagieren, daß die Erkrankung an COVID-19 vollständig jedem drohe und nur die Impfung uns vor immer wiederkehrenden Infektionsausbrüchen bewahren kann. Angesichts der überschaubaren Umstände erinnert die permanente Gegendarstellung eines Gesundheitsprimats jedoch an die Zudringlichkeit eugenischer Optimierungsregime, wo man für den Ausweis von Erziehungsfortschritten es vergleichbar effektiv verstand, die Grundrechte einer Population für die Einflussnahme durch Regeln der Veräußerlichung anfällig zu machen.
    Mit dieser neuerlichen polit. Konjunktur einer Akkumulation des Lebens hält man also auch von Berlin aus die Lage unerhört katastrophal und wie es aussieht gut aufgelegt an der Glaubensvorgabe fest, daß es für die Designierung emergenter Virusvarianten eher unproblematisch sei, nur die Bundesbehörden und Fachkundigen zu Rate zu ziehen, welche keine Verletzung darin erkennen mögen, wenn bei der Verfertigung einer geeigneten Negativsprache zur Markierung des Ungewussten die Unwissenheitswissenschaft vom Erreger weiter vernutzt und kolportiert wird. Demgemäß erachtet der hiesige Gesundheitsminister es nicht für nötig, ein zur Verbindung der medizinisch-biologischen Expertise zur Verfügung stehendes gut bewährtes Exzellenzspektrum zu konsultieren, und so bringt dieser es fertig, einer Schicksalsgemeinschaft die Gelegenheit unbeirrbar vorzuenthalten, auf dem kürzesten Wege zu einem rechtmäßigen Verhältnisbegriff bei der Krisenbewältigung zu kommen. So ließe sich daraus wohl unstreitig ableiten, daß bei der Initiierung des entscheidenden Wissenserwerbs, über den bei der jeweiligen Informationsdichte die regelrechte und verlässliche Lageanalyse unverzögert und adäquat zutage treten soll, diesmal jedoch verderbliche Elemente eine Rolle spielen durften. Im Rückschluss legt eine solche Annahme für die Wertung der zugrundeliegenden Politikgestaltung nahe, daß gegenwärtig ein Dienstethos wiederbelebt wird, wo bereits im Akt der Erwartung eines multilateral gelagerten Dialogaustausches ein Stellen der Machtfrage vermutet wird und der Streit um die besten Konzepte systematisch kollabiert. Doch wozu derartige Perfidität erneut?
    Es entspricht der erhöhten Irrationalität dieses Geschehens, von behördlicher Seite anfänglich und bekräftigend herausposaunt zu haben, daß kein gefährlicher Virus käme, dann eine 180°-Drehung zu vollziehen, um danach pausenlos die Schlussmusik vom heraufziehenden globalen Massensterben aufzuspielen. Über sämtliche unterwürfige Kanäle wurde dem Bürger dadurch unmissverständlich klar gemacht, daß keine noch so begründete oder wachsende Skepsis auf seiner Seite an der Wahrheit der präsentierten Notstandssituation bzw. an der Schlüssigkeit der angesetzten Public Health-Strategie rütteln könne. Ganz so, als würde eine Bürgerpflicht nun auch darin bestehen, den frisch geschöpften Vorabendsrevisionismus der Instanzen Hals über Kopf zu teilen. Doch was durch die Verankerung der Vorkehrungen immer mehr und mehr in den Blick geriet, obgleich noch länger unaussprechlich bleiben soll, das ist die kontrafaktische Konjektur, daß es ohne die Privat-Shutdowns kein nennenswert gesteigertes Erkrankungs- oder Sterblichkeitsrisiko in diesem Land gäbe, sondern nur die üblichen saisonalen Nachfrageschwankungen bei den Bewertungsverfahren bezüglich der öffentlichen Gesundheitspflege und der Dunkelziffer bei den Hospitalisierungsrückläufern.
    Die mangels wesentlichen polit. Mitentscheidens durchgebrachten Gesetzesänderungen werden den Makel der Verfassungsverletzung nicht mehr los. Sie erweisen sich zusammen gesehen aus zwei naheliegenden Gründen als Annäherungskurs an die Staatsform autoritären Zuschnitts, weil in Anbetracht des imminenten Abschaltprogramms 1. eine sensitive Darlegung der Indizien über die Gegenwart eines epidemischen Dilemmas niemals ausbleiben darf, aber doch ausblieb und weil mit Blick auf die vorgenommene Deprivation einer ganzen Bevölkerung 2. die vordringliche Herstellung einer widerspruchslosen evidenz-basierten Betrachtung in einer Situation wie dieser nicht fehlen darf, doch fehlt. Warum aber wird eine allgemeine Akzeptierung der Grundrechtseinschränkungen weiterhin beobachtet? Wäre es möglich, diesen Zustimmungsschub mentaler Bequemlichkeit und Unbeständigkeit zuzuschreiben oder gewinnt dieser vielmehr seine Bestimmtheit aus der individuellen Reaktionsbereitschaft, mit der ein Mechanismus in Erscheinung treten könne, der dem akut gewordenen Ablösungsdruck der angestauten Angst- und Bedrohungsgefühle Projektionsventile bietet? Diese normalisierte psychopathische Auffälligkeit kann sich nicht einfach zurückführen lassen auf die Überlagerung von Wahrnehmungsstörungen durch vorverängstigte Rezeptionsgemeinschaften und einer Medienumwandlung, mit der das wahrhaftige Überbringen und der Überraschungswert der Nachrichteninformation sich zusehends verlieren. Auch wenn inzwischen unverhüllt ausgelebter Haltungsjournalismus sowie Meinungskontrolle und -manipulation mittels Zensur, Moralin und der Streuung von Halbwissen die letzten Reste von freier Berichterstattung und Diskursivität trocken legen und sich dabei konsequent für das Ablenken der Aufmerksamkeit von Vorgängen einer fortschreitenden Gewaltenbündelung und den fortwährenden Angriffen auf die kosmopolitischen Erkenntnis- und Mitteilungsquoten nützlich machen, so kann doch das Phänomen der endemisch gewordenen Zukunftsverweigerung durch die Massen erst damit virulent werden, weil man mit dem unbekümmerten Gang in die Unmündigkeit auch die Geister der Verzagtheit beschwor. Wir können förmlich sehen, wie Selbstzensur und Schweigespirale die Kraft des Unvorhersehbaren eliminieren.
    Währenddessen haben wir es nun flächendeckend mit Verabsolutisierungsverdichtungen zu tun bekommen, welche auf das strukturelle Wirksamwerden einer restriktiven Sozialkorrektur hinweisen, die als Voreinstellung für einen finanzstrategischen Panoptismus herhalten dürfte, wenn das die Runde auf Weltebene macht, was die wirtschaftlichen Freiheitsproduktionen in kürzester Zeit zu kooptieren und mit diesen die Intensitäten unter den Ordoliberalen und Unangepassten in ebenso schneller Manier zu marginalisieren im Stande ist. Es ist dazu wahrnehmbar, daß der zuletzt noch verstärkte Konditionierungszwang auf ein Vermeidungsverhalten bis zu sozialer Distanzierung hin und die Weiterführung der panischen Stimuli die Gegenübertragungen und das Maß der konspirativen Brutalisierung allerorts ungeteilt ansteigen lassen. Ein all-inklusiv eingeschliffener Monothematismus produziert am laufenden Band ausgereizte Cliffhanger, welche die Szene für das jeweils nächste antidemokratische Vereinnahmungsmanöver vorbereiten, jedes aber wieder aufgefrischt zur Geltendmachung der Deutungshoheit für die Unternehmung der breitenwirksamen Spaltung und Zurückweisung. Durch das verlängerte Spiel auf der Klaviatur der Angst wird darum perpetuiert, was als Quelle für die zugenommenen Überlieferungsabbrüche und für eine Außerbetriebsetzung der bisherigen Schicklichkeit dient und so als Ausgangsmaterial für die Rückmeldung einer abgestellt angenommenen Transparenz- und Verbindlichkeitsreduktion, nebst der so viele Einwohner fortgesetzt entmutigt werden, für sich und für jeden anderen Übersiedler das immergrüne inter-intelligente Versprechen einlösbar zu halten und dem staatsmonopolistischen Experimentierbetrieb so redlich und gewiss wie nur möglich und plötzlich entgegenzutreten und im Falle akuter biopolitischer Okkurrenz die von Amtspatronage unterfütterte kleptokratische Gesellschaft und das System der damit einbezogenen Gestalten für beendet zu erklären. Doch die Leute entdecken mit manichäischer Sorgfalt im Zerrspiegel ihrer selbstnotwendigen Isolationsillusionen noch die vernünftigste Orthodoxie.
    Der enorme Abgründigkeitsumfang dieser neuerlichen polit. Posse wird hoffentlich auch den ehernen Klub der alternativen und außerparlamentarischen Strömungen dazu bewegen, die im Anruf des Infektionsschutzes verabschiedeten Neuregelungen auf deren Restriktionsdimension und Mutabilität hin zu beleuchten. Damit ergäbe sich die Möglichkeit, daß mit den Untersuchungen zum Verlauf der epidemiologischen Überwachung und polit. Entscheidungsfindung die Gralshüter unser Hauptaugenmerk dieses Mal auf den eigentlichen Verbildungsgrad der jeweiligen Wissens- und Amtsträger lenken, um genau erfassbar zu machen, inwieweit zum einen die bekundete Rigorosität der angesetzten Bestimmungsverfahren zur akademischen Determination des Virusimpakts auf ein vom wissenschaftlichen Standpunkt aus gesehenes repräsentatives Niveau unangetastet blieb und inwiefern zum anderen die vorgelegten Kausalitätsprüfungen bei der Aufstellung innenpolitischer Maßnahmen im Hinblick auf die Gefahr soziokultureller Verwerfungen nicht empirisch geerdet wurden. Wer hingegen noch immer ein Problem damit hat, eine Scharade der Untauglichen auszumachen, der solle doch sogleich erinnern, daß zur Bescheinigung obrigkeitlicher Unzurechnungsfähigkeit eine leichte, bei der Autorität zu Tage tretende Fanatismuskontamination ausreicht - wie eben jene, die mit den megalomanen Formen aktueller paternalistischer Gewaltausübung als gegeben anzusehen ist. Eine halbherzige Exkommunikation nämlich wird es für die Gestrauchelten nicht geben, wenn die Differenz fortbestehen soll, mit der man das passionierte Ausleben des titanischen Gefühls von der unbilligen und selbstherrlichen Ermächtigung auszeichnet.
    Doch schließlich sollten auch die Bürger der BRD den internationalen Gerichtshof anrufen, um diejenigen hierzulande wegen Abtragung der Transzendenz und natürlichen Unwägbarkeit des Lebens sowie wegen Einsatzes inhumaner Praktiken zur Seite zu ziehen, die sich im Namen einer genormten Normalität unbeherrschbar bigott anschickten, eben dadurch eine verfolgbare Infektionskrankheit ohne seriösen Richtigkeitsnachweis zur todbringenden Seuche umgestalteten und unter Inkaufnahme des zivilisatorischen Regresses für die Vielen das Sterbedatum für einige wenige Dahinscheidende zu Lasten der Gesundheit aller diktierten.

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Kommentar: Unglück am Djatlow-Pass 1959

von Wilfried Weissmüller, 2017

Mit dem Eintritt des Vorfalls und dem Verlassen des Zelts sollte sich jeder weitere Hergang, wie fatal auch immer, abstecken lassen. Es ist feststellbar, daß zum Datum des Aufbruchs die Gefahr der Unterkühlung entweder unberücksichtigt blieb oder die erwartete Eintrittskurve hierfür durch die Touristen falsch bewertet wurde. Es bleibt problematisch, warum die Djatlow Tourengruppe auch nach einer zurückgelegten Strecke von 650 Metern (und 15 min) die Gegenwart des Anlaufmoments als immernoch aktuell empfand und keinen anderen Weg zur Temperenz ihrer Situation einschlug. Es kann kaum nachgezeichnet werden, was zum Verlassen des Lagers das Movens der neun jungen Touristen bildete. Es kann darüberhinaus nicht ermittelt werden, ob gefühlsmäßige Störungen vor der Gegebenheit natürlich vorkommender Besonderheiten manifeste Ereignissequenzen aufbauten, die als Relais für spontane Energieausbrüche fungierten. Es kann angesichts der Verletzungsarten nicht ausgeschlossen werden, ob diese Verletzungen durch unzurechnungsfähige gewünschte physische Wirkungen hervorgerufen wurden. Bisher konnte nicht herausgefunden werden, ob der Grund für die Fehlentwicklung schon vor dem Eintreffen am 1. Februar am Pass bestand.

Wie nahm die Tragödie ihren Lauf? Welcher Zauber war es, dem die Tourengruppe nicht entfliehen konnte? Welche ominöse Gewalt wurde für sie so verhängnisvoll? Mit diesen Überlegungen verbunden ist noch die Aufklärung des Streitpunktes, ob die eigentliche Ursache belebten oder unbelebten Ursprungs war. Die von den Untersuchungsorganen abgegebene Beurteilung, daß die Ski-Touristen an einer „Elementargewalt“ starben, ist nicht unbedingt die schlechteste. Zumindest stellt diese für die derzeitige Kenntnisnahme eine hinreichend zementierte Einschätzung dar, und sie lässt auch weiterhin die Frage unbeantwortet, welches Vorkommnis es war, das in der Nacht zum 2. Februar die Vorfälligkeit der Einwirkungen forcierte.

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Günthers Projekt

Quelle:  Joachim Castella, Gotthard Günther: Leben und Werk, published in vordenker.de: Aug 31, 2007, 305 Seiten

Sein Projekt, dem es um nicht weniger als die Nitzscheanisch anmutende „Dethronisierung des menschlichen Bewußtseins“ gehen wird, gar um „eine seelische Metamorphose des gesamten Menschen“, welcher ein „trans-Aristotelischer Menschentypus“ und „eine neue Dimension menschlicher Geschichte“ korrespondieren soll, sein Projekt also, das manifest an den basalen Konsolidierungen der abendländischen Vernunft rüttelt, stellt sich zentral in den Brennpunkt mehrfacher Mächte. Von mehreren Seiten, oder eigentlich allseitig, wird das Andrängen der Rezeptionmächte zu erwarten sein – sei es in Form der Verleumder, Verleugner und Verwerfer, sei es in Form der Okkupanten und Profit suchenden Eklektiker. Denn in der Präfigierung des „trans“ deutet sich an, daß ein das klassische Denken in toto übersteigender Bereich möglicher und dann auch menschlich möglicher Rationalität betreten werden soll, dem das Gesamt des geistesgeschichtlich Gedachten als sein cis gegenübersteht. Die Grenze, die Günther ziehen wird, versteht sich gerade nicht als die qualitätsgleiche Iterierung altbekannter Abgrenzung: Realisten und Nominalisten, Empiristen und Rationalisten, Materialisten und Idealisten, Analytiker und Hermeneutiker – sie werden sich als nur noch untereinander gegensätzliche Entwürfe gemeinsam auf der gleichen Seite der neuen Grenze wiederfinden, denn die Transklassik setzt ihre Theodoliten in einer Weise an, die den Verlauf ihrer Grenze orthogonal zu den bestehenden Trennungslinien einrichtet und so die traditionell beobachtbaren Gegensätze als nur im Vorzeichen verschiedene Interpretationen einer fundamental identischen Geodäsie entlarvt. Trans-klassisch indiziert einen Gestus, der die überkommenen Grabenkämpfe ingesamt zu verlassen sucht, der kein weiteres System als neues „Anti“ in spiegelsymmetrischer Architektonik einem Vorläufer gegenüberstellt, sondern der die Abspiegelungsstrategie selbst reflektiert.

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Kommentar: Zur Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten 2016

von Wilfried Weissmüller, Oktober 2016

Beide US-Kampagnen verweigern sich dem Gebot, ein dialogisches Argumentationsraster zu organisieren. Die Normalitätsvorstellungen bleiben verschieden und regen eine Kontroverse an, die ihren Stoff aus den je eigenen kognitiven Rationalisierungen der amerikanischen Daseinssituation und der Käuflichkeit eines jeden beliebigen uchronischen Weltentwurfs wieder und wieder spinnt. Das Resultat ist ein überschaubares Aneinandervorbeireden, welches eine seelenfreie Streitkunst nährt.

Die Vereinigten Staaten läuten den Showdown ihres Wahlkampfs ein und bestrahlen die Korridore mit dem Blues des Treueschwurs. Wir Weltabendlandbewohner dürften angesichts dieses Schauspiels inzwischen einen Anfruf von ganz anderer Stelle vernommen haben, einen der uns dazu bewegen muss, den American dream einer Tauglichkeitsprüfung zu unterziehen, um ein für alle Mal herauszustellen, ob überhaupt gemäß einer solchen Entwicklungsauffassung die höhere Ebene der historischen Existenz für den Menschen zugänglich bleibt. Und gesetzt den Fall, daß das immernoch so ist, überdies die Frage zu beantworten, ob sich diese Nation für die Gründungsvorbereitungen für eine kommende planetare Kultur noch immer empfiehlt.

Da die inhaltliche Debatte auf der Strecke geblieben ist, dürfen wir nun beobachten, daß die ehemalige Außenministerin noch mit dem Umstand kämpft, die gesellschaftsintegrierende Tragweite ihrer Agenda aufrecht zu erhalten und ihr Gegner mit dem alten Lied über Inkompetenzkompensationen und Substitutionsnotwendigkeitsbescheinigungen es aktuell mehr versteht, aus seinem anfänglich kantigen Konvolut eine stimmige und damit resistente Erzählung zusammenzuzimmern. Eine textkritische Auseinandersetzung mit den Zielsetzungen der Kandidaten blieb zudem aus und wird auch nicht zu erwarten sein, da ein Spieler es für richtig hält, Rhetorik und Attitüde mit verbindlicher Manier aufzuladen und seine Gegenspielerin weiterhin nicht davon abkommt, die Ergebnisse aus ihrer Situations- und Standortanalyse für das Land hinter das Erstellen von Soziogrammen über ihren Gegenkandidaten zurücktreten zu lassen. Blieben darüberhinaus beide Nominierte bisher unfähig, Fragen auszuformulieren, die für eine Abgrenzung der alternativgeschichtlichen Ausblicke beider Zukunftsvisionen bezeichnend wären, so nimmt gegenwärtig mit der angesprochenen retrograden Radikalisierung beider Programmatiken der Abstand ihrer Klarheitswerte noch zu.

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Raumbegriff

Quelle:  Gotthard Günther, aus dem Nachlaß 196 der Berliner Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Kasten 3, Mappe 27 sowie Kasten 27, Mappe 245 C

Wie können wir eine Technik der Fortbewegung entwickeln, die nicht mehr den Raum in seinem quantisierten materiellen Aspekt nutzt, sondern die Materie in ihrer nicht quantisierten, räumlichen Version?
    In einem ersten Versuch, den engen klassischen Raum zu überwinden, verfällt die abendländische Technik auf das Mittel, den Raum zu ignorieren – anstatt ihn zu manipulieren. Daß das keine echte Lösung des Problems, wie man sich aus der Enge der klassischen Daseinsebene befreien soll, darstellt, leuchtet ein. Aber es ist offenkundig ein Versuch, die alten metaphysischen Schranken zu durchbrechen.
    Die abendländische Technik nimmt zwischen älteren metaphysischen Auffassungen und möglichen zukünftigen eine gewisse Mittelstellung ein. Nach der alten klassischen Vorstellung ist der Raum als das absolute Nichts das Vehikel des Überganges von der empirischen Immanenz in die Transzendenz des Göttlichen. Räumliche Entfernung ist immer zugleich metaphysische Ferne. Der Vollzug des Überganges von dem klassischen Weltbild der Ontologie der physischen Existenz zu einer neuen Metaphysik eines dritten Zeitalters würde verlangen, daß die folgende Frage zufriedenstellend beantwortet wird: Wenn nun der Raum nicht mehr das Mittel des Überganges aus unserer empirischen Existenzform in die Regionen des göttlichen Absoluten ist, was ist er dann positiv? Und inwiefern ist er eine empirische Größe, der der Mensch genau so gegenübersteht wie der physischen Materie seiner Existenzebene?
    Der vollgültige Beweis, daß diese Frage endgültig beantwortet und damit für den Menschen eine höhere Ebene der historischen Existenz erreicht wäre, würde darin bestehen, daß zuerst Denkverfahren und später Techniken aufgewiesen würden, die erlaubten, den Raum genau so zu manipulieren, wie der Mensch in seinen handwerklichen und maschinellen Verfahren die Materie manipuliert und seinen Bedürfnissen gemäß umformt. Ein solches technisches Ziel dem Raum gegenüber ist keineswegs bloße Phantasterei. Theoretisch wissen wir schon, daß der Raum manipuliert werden kann. Man kann ihn „krümmen“.
    Die abendländische Technik aber hält sich weder innerhalb der alten klassischen Grenzen, noch interpretiert sie den Raum als ein „physikalisches“ Problem. Die alte metaphysische Furcht ist noch zu stark, drum wählt sie einen Mittelweg: Sie ignoriert das Raumproblem und erreicht damit nur ein gottloses Zwischenstadium.

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Koinzidenz, Telepathie und Ökonoetik

von Wilfried Weissmüller, 2015
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Die Auftretenswahrscheinlichkeit telepathischer Kommunikationen darf trotz jüngster supersensorischer Integrationen als äußerst gering angesehen werden. Sollten mit einer Wirkungsforschung in der Zukunft allerdings auch für die synaptische Organisation fernindizierte Initialaufnahmen retrospektiv bestätigt werden, so ließe sich eine zuverlässige Entstehungsgeschichte in etwa so wiedergeben: Mit der zunehmenden Förderung jener kognitiven Aktionspotentiale, für die das Prinzip der bijektiven Korrespondenz von Beginn an erfüllt ist, erhob sich das Entwicklungsmuster für eine ideodätische Umgangsstrategie, mit der die Verdichtung der memetischen Annäherungsformel zwischen zwei Innenwelten sich als überraschend unkompliziert herausstellte. Gewiss würde man nach so einer Evaluierungsstudie auch folgenden Erfahrungswert nicht unerwähnt lassen, daß mit den ersten auffälligen Untersuchungsergebnissen gegenüber den sich addierenden neomagischen Indienstnahmen nämlich offensichtlich wurde, daß nicht jedes dem Vermittlungszusammenhang sich anbietende Zentrum von Konnektoren, das für die gleichgeordnete Konzeption des Anschauungsbildes zuerst qualifiziert schien, sich auch kontinuierlich dafür ansprechen ließ, was im Laufe der Zeit dann darauf zurückgeführt werden konnte, daß unter Beteiligung des nicht versetzbaren sentimentalen Ergänzungswinkels auf beiden Seiten einer Deprojektion Überabtastungen provoziert werden und wir dadurch schlicht angehalten wurden, Punktungenauigkeiten bei Ansteuerungen vorläufig zu tolerieren.
    Diese Erzählung könnte schließlich durch ein Fazit unterstreichen, daß in Folge der Resultate anerkannt werden musste, daß für biphänomenale Ausführungen im Anziehungsbereich von Analogiebildungen ein komplementärer Absorptionsvorgang im Hinblick auf ein Anregungsspektrum nur dann richtungsgebend einsetzt, wenn entlang von Antiresonanzen die Direktübersetzung der Adressparameter in gleicher Weise mit Schritt hält. Bliebe im Kontrast dazu jedoch eine für die isonoematische Transferenz gebotene neuronale Plastizität an das vorherrschende psychophysiologische Subsistenzniveau gebunden, so würden wir lediglich diejenigen Instanziierungsverhältnisse in eine Abbildungstopologie mit einzubeziehen gelernt haben, mit denen wir doch nicht im Stande wären, die Regelungen mitzuproduzieren, über die wir die erwünschten intersubjektiven Verobjektivierungen für den Vorstellungskomplex freischalten wollten.
    Denken Sie daran: Das Erfassungsfeld einer Gegenpartei kann über den Weg der gezielten Überidentifikationsabschaltung ziemlich flott für die Delusion zugerichtet werden. Suggestibilität lässt sich mit Überschusssinn solchermaßen angehen, auf daß eine Folge von Umwertungsirritationen von einem Empfangsende weder angemessen verarbeitet noch der Relevanz nach ansatzweise kontextualisiert werden kann. Solange mit dem Interferenzeffekt der Bereitschaftsmodus des Inhibitors kohärent suspendiert bleibt, muss ein Empfänger entsprechend länger mit der Überwindung des eigenen Trägheitsmoments kritisch beschäftigt sein, denn bei Eintritt einer solchen Ereignissituation kann der Adressat nicht umhin, die für jedes natürliche Wissenssystem unumgängliche Isolationsneigung zur Individuierung von Erkenntniswirklichkeit zurückzugewinnen.
    Ebenso ergibt sich – sollte das Schicksal den intuitiven Prädispositionen tatsächlich winken – für den Wiedereinstieg eine besondere Vorbedingung: Da von jetzt an bei jeder Zusammenkunft eine jederzeitig einsetzende Anwendungsoption interrogativer Tiefentechnologie mitschwebt, wird diese Umweltfaktorumwälzung neuartige Wahrnehmungsfilter aktivieren. Es ist davon auszugehen, daß die hier angedeutete latente Aufmerksamkeitsassistenz die Entwicklung unmittelbarer Auslog-Dialoge mit ins Feld führen wird, sodaß, nebenbei bemerkt, dieser werdende stets gegenwärtige Modifikationsdruck unter der Schaltbarkeit alloextatischer Sinnbildebenen die zerebrale Reaktionsnorm längerfristig viel zuverlässiger an das Geistesgefühl bindet. Davor wird man bereits zur Überzeugung gelangt sein, daß die meisten Prozesse der mentalen Fernrealisierung, ungeachtet dessen, ob eine notifizierte Motivangleichung zwischen separaten Bewusstseinsströmen stattfindet oder nicht, durch unsere Kommunikationen hindurch ständig mitlaufen und daß wir mit der unnachahmlichen Landungsaffinität des Homo clausus mediaticus ohnehin nicht auf das Zustandekommen von Aspektbeziehungen angewiesen sind, um eine co-unabhängige bzw. proxemische Form dauerhaft zu unterhalten.
    Werden Gegenstände der Ökonoetik durchgängig und gänzlich ohne Merkmale der Erdichtung problematisiert, wird relativ schnell sichtbar, daß es den neuromantischen Gemütern bei ihren Machbarkeitsuntersuchungen vornehmlich darum geht, für die unterschiedlichsten Eigenschaftsprofile des Zusammentreffens eine neue Kategorie gedeihlicher Reagibilitätsgründe zu resümieren. Wird dieser speziellen Priorisierung in vollem Umfang Rechnung getragen, so hieße das auch, diverse unentbehrliche Ausgriffsmöglichkeiten durch Einrichtungen des Überganges zu etablieren, mittels der wir unsere künftigen Auffassungsgewinne einem generischen Betriebskatalog zuführbar machen können. Daß demzufolge eine Art ihre Himmelsmitte zur Gruppierung weltneuer Anknüpfungspunkte nicht erst dann umzusetzen beginnt, wenn ihr nichts anderes mehr übrig bleibt, darin ließe sich höchstwahrscheinlich die unausgesprochene letzte Hoffnung nach einer galaktischen Dividende wiedererkennen. Und so dürften Überlegungen zur Äquivalenz extraterrestrischer Belichtung beispielsweise eine Frage wie die folgende nach sich ziehen: Wann kann der ansässige Mensch erstmalig uneingeschränkt davon ausgehen, daß das aus allen oppositionellen Lebensräumen sich ihm darbietende Landschaftsimage völlig frei von Anzeichen differenzierter Adaptierung ist und kein einziger unerfindlicher Darstellungsmodus den Ursprung seines Gedankenbildes trübt?
    Ein jeder aber weiß schließlich, daß es einer festsitzenden Spezies nicht darum zuerst geht, die Beziehungen zu höheren Lebewesen in anderen bewohnbaren Zonen auszubauen, sondern daß sie ihre Beziehung zu einem Kosmos der Allerersten auszuweiten versteht.

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Raumfahrt

Quelle:  Gotthard Günther, aus dem Nachlaß 196 der Berliner Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Kasten 2, Mappe 19

Raumschiffahrt in allen möglichen Formen ist eines der Hauptthemen der S.-F.- Literatur. Es leuchtet jedoch ein, daß, ganz abgesehen von den technischen Seiten dieses Problems, die Menschheit weder moralisch noch geistig auf eine solch gigantische Ausdehnung ihres Lebensraumes vorbereitet ist. Eine Spritztour auf den Mond? Warum nicht. Eine Expedition auf die Planeten? Vielleicht. Reisen aber in den wirklichen Weltraum sind eine völlig andere Sache. Gemäß der Art wissenschaftlichen Denkens, welche die westliche Hemisphäre von den regionalen Kulturen auf der anderen Seite unseres Planeten geerbt hat, sind derartige Unternehmungen eine Unmöglichkeit. Diese Denkungsart kann sich gar nichts anderes vorstellen als Naturgesetze und technische Prozesse, für welche eine absolute Geschwindigkeitsgrenze existiert.
    Eine Reise in die wirklichen Tiefen des Weltraumes setzt also voraus, daß unsere traditionelle Vorstellung der physikalischen Natur und die sich mit ihr beschäftigende Wissenschaft durch eine völlig neue Wissenschaft ersetzt werden muß, die von grundsätzlich anderen metaphysischen Postulaten ausgeht als die Wissenschaften des Archimedes, Newtons und Einsteins. Dies aber wiederum bedarf einer neuen Form der Zivilisation einer neuen Hochkultur, die radikal verschieden sein muß von jenen, die wir seither kannten. Reisen in den tiefen Weltraum setzen eine universale planetarische (oder gar solare?) Kultur voraus. Grundsätzlich ist das jedoch ein moralisches Postulat. Eine neue Kultur wird nicht geboren, wenn der Mensch ein paar erstaunliche Apparate erfindet, sondern wenn und sobald er ein tieferes Verständnis seiner selbst und seiner moralischen Verpflichtungen erreicht.

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Exkurs: Psychokinese

Quelle:  Gotthard Günther, aus dem Nachlaß 196 der Berliner Staatsbibliothek Preußischer Kulturbesitz, Kasten 27, Mappe 245 C

Jeder Gedanke ist von einem elektro-chemischen Vorgang im Kopfe der Menschen begleitet. Mehr noch: der Gedanke ist jener physische Vorgang. Das technische Problem stellt sich vorläufig so: diese Vorgänge durch geeignete Relais zu verstärken und als physische Wirkung nach außen zu leiten, wo sie als Auslöser für stärkere elektromagnetische Vorgänge dienen können, die ihrerseits die gewünschten physischen Wirkungen hervorrufen […] Es wird daher vorausgesetzt, daß die Innenwelt des menschlichen Bewußtseins und die Außenwelt der physischen Ereignisse derselben „logischen Syntax“ folgen, d.h. daß ein struktureller Parallelismus zwischen ihnen existiert. In anderen Worten: Jeder mögliche Vorgang im Bewußtsein (Gedanke) entspricht ein möglicher Vorgang in der Außenwelt. Aber trotz gleicher Sprachregeln sprechen Psyche und Außenwelt nicht die gleiche Sprache. Sie benutzen, um im Bilde zu bleiben, bei gleicher Regelstruktur (Syntax) andere „Worte“. Das Bewußtsein spricht seine eigene Sprache und nicht die der Außenwelt. Aus diesem Grunde kann das Denken ohne Hilfsmittel nicht die Welt verändern. Seine Befehle werden „draußen“ nicht verstanden. Nur das göttliche Bewußtsein spricht dieselbe Sprache wie die physische Welt, weshalb es in bloßen „Worten“ schafft. Die Aufgabe der Semiotik ist nun den „Wortschatz“ festzustellen, in dem sich die Außenwelt ausdrückt. Die Semantik hingegen hat das Ziel die Übersetzungsregeln zu finden, die eine direkte „Übersetzung“ der Sprache der denkenden Intelligenz in die der objektiven Realität erlauben.


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